Newsletter

Newsletter Sommer 2020

Auch an uns sind die vielen Einschränkungen durch Corona nicht vorübergezogen, sondern haben unseren Tatendrang und geplante Projekte sehr gestoppt. Wir bedauern es sehr, dass wir unsere neuen und alten Mitglieder nicht in gewünschter Weise mit in die Vereinsarbeiten und das Gärtnern mit einbeziehen konnten. Und trotzdem hatten wir viel Glück: Dank genug Regen im Mai und Juni und Zusammenhalt (obwohl man sich nicht mehr sehen konnte) wächst auf dem Acker alles Prächtig! Ja, natürlich auch viel Beikraut, aber auch ein großer Straus Vierblättriger-Kleeblätter auf unseren Gründüngungswegen…

Die Lockerungen Ende Juni begrüßen wir sehr, da nun endlich auch wieder eine Mitgliederversammlung stattfinden kann und die Mithilfe auf dem Acker dringend für die wöchentlich wachsenden Erntemengen und Pflegearbeiten benötigt wird.

Was gibt es aus den AGs?

Gerade ist der Bau einer Solar-Anlage in Gange, um die Scheune beispielsweise mit Licht und elektrischen Waagen auszustatten.

Es soll außerdem ein großer Versammlungsplatz auf der Wiese neben der Scheune gestaltet werden. Da ja nun auch wieder Vereinstreffen erlaubt sind, können diese dann bei schönem Wetter gemütlich unter freiem Himmel stattfinden, ebenso wie zukünftige Feste oder Bildungsangebote…

Auf unserer Website entstand in den letzten Monaten eine Bildungsgalerie, welche den spannenden, aber langen Prozess beispielhafter Pflanzen dokumentiert – Vom Samen bis zur Frucht! So können auch alle diejenigen, die nicht auf den Acker kommen (können) daran teilhaben und wir hoffen so auch die Wertschöpfung für die Kraft und Arbeit zu stärken…

Auch entstehen zudem mehrere Kooperationen im Bereich Streuobstwiesen und Imkerei. Die geplanten Kooperationen mit Bildungseinrichtungen lagen in den letzten Monaten auf Eis. Mal schauen, was sich noch ergibt, wenn sich alles wieder normalisiert hat…

Was tut sich in der Region?

Insgesamt tut sich in der Region trotzdem weiterhin einiges in Sachen Solidarischer Landwirtschaft und Ernährung. Der Austausch mit den anderen SoLaWis und Kooperationspartnern in der Region wächst:

Die SoLaWi Tegernheim hat dieses Jahr dank viel Ehrenamt und zwei 450-Euro-Kräften, die die Feldarbeiten koordinieren, erfolgreich mit dem Anbau begonnen und hat bereits 81 Mitglieder. Die junge SoLaWi ist auf der Suche nach einem/einer GärtnerIn für das kommende Jahr und freut sich über Kontaktaufnahme. Diese Info darf gerne auch an Bekannte weitergeleitet werden. Mehr allgemeine Informationen und Kontakt: https://www.solawi-tegernheim.de/

Weiterhin hat auch die bereits bestehende SoLaWi Tiefbrunn (Süd-Osten) noch freie Ernteanteile und Interessenten sind immer gerne gesehen, auch während des Anbaujahres. Gerade vermehren sich bei ihnen die Kartoffelkäfer rasant, da ist jede Hilfe (auch von Nicht-Mitgliedern) willkommen. Mehr Informationen und Kontaktdaten findet ihr unter: https://www.tiefbrunner-hofladen.de/solawi-biokiste/

Zudem existiert nördlich von Regenstauf bereits die SoLaWi Ferni. Zurzeit produzieren sie 16 Anteile, mit jeweils 2-3 Mitbauern. Dieses Jahr wird mit vielfältigem Wintergemüse und Freilandtomaten experimentiert. Außerdem ist momentan auch noch ein Hofladen am Entstehen und ein mobiler Hühnerstall zur  Eierversorgung ist für die nächste Saison in Planung. Mitarbeit auf dem Acker und im Gewächshaus ist auch bei dieser SoLaWi möglich. Für die nächste Saison ab April 2021 sind aktuell noch 10-15 Anteile frei, bei Interesse gerne kontaktieren! Mehr Infos gibt es auf der Website:  https://www.solawi-ferni.de/

Unser Kooperationspartner, die Gärtnerei TreibAus in Burgweinting, hat ebenfalls angefangen seine vielfältigen Pläne wie Verkauf von Pflanzen und Gemüse, Café-Betrieb und Kulturveranstaltungen in die Tat umzusetzen. Trotz Corona gibt es bereits einen kleinen Laden mit wöchentlichen Öffnungszeiten. Durch einen regelmäßigen Rundbrief den „Kressebericht“ informieren sie über die Projektfortschritte. Die Gewächshaus-Tomaten für die SoLaWiR gedeihen übrigens prächtig! Näheres gibt es unter: www.treibaus.de

Im Westen des Landkreises hat sich eine Initiativgruppe gegründet, um die Möglichkeiten einer lokalen Solidarischen Landwirtschaft zu erörtern. Bei Interesse an einer aktiven Mitgestaltung ist es möglich über info@solawir.de Kontakt aufzunehmen.

Wir hoffen weiterhin auf eine unbeschränkte und gute Zusammenarbeit der Mitglieder im Verein und mit den anderen Initiativen!

Spuren unserer gefräßigen Gäste auf dem Acker

Nächste Veranstaltungen

SoLaWiR-Acker-Führung Am 19.7.,ab 17h: Die Anzahl der Teilnehmer ist aufgrund der momentanen Einschränkungen auf 15 Personen begrenzt. Daher bitte anmelden per Mail an: LSchwaiger@gmx.de, (die genaue Lage etc. wird dann mitgeteilt.)

Regionalmarkt: Am 19. Und 20. September auf dem Neupfarrplatz, LandwirtInnen und Initiativen stellen sich vor und verkaufen ihre Produkte, die SoLaWis der Region werden mit einem gemeinsamen Infostand beteiligt sein.

Netzwerktreffen für alle Interessierten an Gründungen neuer SoLaWis und regionalem Vernetzen:

àIm Herbst 2020 wollen wir wenn möglich das nächste Netzwerktreffen veranstalten, um weitere SoLaWis in der Region ins Laufen zu bringen und sich gegenseitig auszutauschen und zu vernetzen.

àDer genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Wer bereits über eine SoLaWi-Gründung nachdenkt, kann sich gerne schon jetzt über info@solawir.de mit uns in Verbindung setzen…

Mit Sicherheit wird es auch weitere Informationsveranstaltungen und Ackerführungen geben. Termine stehen momentan noch nicht fest. Alle Veranstaltungen werden auch immer auf unserem Veranstaltungskalender unserer Homepage veröffentlicht.

Mehr…

…zur Idee der solidarischen Landwirtschaft und deutschlandweitem Netzwerk findet ihr hier: www.solidarische-landwirtschaft.org

…über unser Konzept, den Verein und Bilder findet ihr hier: www.solawir.de

…Fragen oder Interesse? Schreibt an: info@solawir.de

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Newsletter Frühling 2020 

Langsam erwacht alles aus dem Winterschlaf, die Sonne wird kräftiger und die Bienchen beginnen mit der Nahrungssuche. Die SoLaWiR zehrt jedoch noch von der reichen Ernte des letzten Jahres und erfreut sich über das vielfältige Lagergemüse. Langsam beginnen nun auch die Vorbereitungen für die neue Saison. Da wir mit unserer Bieterrunde Anfang Februar viele neue Mitglieder aufgenommen haben und auf 80 Ernteanteile angewachsen sind, haben wir für das neue Gartenjahr den Acker vergrößert und werden uns auf einem Hektar ausbreiten. Damit haben wir erst einmal unsere Wachstumsgrenze erreicht und möchten uns nun einerseits der Optimierung der eigenen Abläufe widmen und andererseits verstärkt Bildungsarbeit und Vernetzung zum Thema solidarische Landwirtschaft in der Region leisten.  

Bereits zu Beginn des neuen Jahres fand unser Netzwerktreffen in Kooperation mit der Ökomodellregion Regensburg und dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg statt. Insgesamt tut sich in der Region einiges in Sachen Solidarischer Landwirtschaft und Ernährung, wie sich an den Aktivitäten neuer Initiativen zeigt: 

Die SoLaWi Tegernheim beginnt bereits dieses Jahr mit dem Anbau und ist noch auf der Suche nach Mitgliedern. Am 19. März findet die Bieterrunde der Initiative statt und damit die letzte Möglichkeit dieses Jahr an der dortige Solidarischen Landwirtschaft teilzunehmen. Mehr Informationen: www.solawi-tegernheim.de 

Im Westen des Landkreises hat sich eine Initiativgruppe gegründet, um die Möglichkeiten einer lokalen Solidarischen Landwirtschaft zu erörtern. Bei Interesse an einer aktiven Mitgestaltung ist es möglich über info@solawir.de Kontakt aufzunehmen. 

In Burgweinting stand lange eine Gärtnerei leer, der nun neues Leben eingehaucht wird. Der neu gegründete Verein TreibAus wird dort vielfältige Aktivitäten wie Pflanzenvorzucht, Gemüseanbau, Café-Betrieb und Kulturveranstaltungen umsetzen. Bei Interesse ist eine Kontaktaufnahme über gewaechshaus-burgweinting@posteo.de möglich.  

Weiterhin hat auch die bereits bestehende SoLaWi Tiefbrunn (Süd-Osten) noch freie Ernteanteile und ist offen für Interessenten. Mehr Informationen findet ihr unter: https://www.tiefbrunner-hofladen.de/solawi-biokiste/  

Zudem existiert bereits nördlich von Regenstauf die SoLaWi Ferni. Mehr Infos gibt es auf der Website:  https://ernte-teilen.org/karte/#/farms/357  

Wir hoffen auf ein zweites erfolgreiches Gartenjahr und eine gute Zusammenarbeit der Mitglieder im Verein und mit den anderen Initiativen! 

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Newsletter Herbst 2019

Langsam neigt sich ein ereignisreiches Jahr für uns dem Ende zu. Aus einer spontanen Idee im Februar diesen Jahres sind ein Acker, zwei bezahlte Stellen, 42 Ernteteiler, ein Verein und ein riesen Haufen Gemüse erwachsen. Alles wuchs und gedieh prächtig. Die Saat ging auf und die Gemeinschaft entwickelte sich, nur der Verein und die Bürokratie forderte mehr Geduld, Zuwendung und Energie als erwartet…

Ein kleiner Rückblick:

Nach vielen Treffen, Informationsveranstaltungen und einem erfolgreichen Netzwerk-Wochenende, hatten wir gerade genug Menschen von der Idee überzeugt um das Projekt in Gang zu bringen und eine zweite Solidarische Landwirtschaft neben der in Tiefbrunn zu gründen. Dem gemeinsamen „Anackern“ im April folgte die Bieterrunde zur Finanzierung und die Vereinsgründung. Mit viel Enthusiasmus, Optimismus und Geduld der Gruppenmitglieder wurden kleine und große Herausforderungen angegangen und gemeistert.

Im Juni konnte dann das erste Mal geerntet werden. Schnell suchten alle nach neuen Rezepten und Ideen für die Salatschwemme. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und schafften es ohne großes Bewässern über die heißen Sommertage. Auch die vielen Rehe und Hasen wurden durch die Schutznetze Größtenteils vom Mitessen abgehalten.

Juli und August brachten dann eine vielfältige und reiche Ernte an Zucchini, Gurken, Tomaten, Karotten, Mais, Zwiebeln, Bohnen und vielem mehr. Auch Physalis und Paprika vom Feld landeten in den Kisten. Es gab einige schöne Gemeinschaftsaktionen wie das Kartoffelkäfer-Sammeln in Tiefbrunn oder das Sommerfest vor den Ferien. Auch das gemeinsame freitägliche Ernten wurde für viele zum wohltuenden Ritual.

Im September wurden dann die Kürbisse für den Wintervorrat geerntet. Ein besonderes Highlight waren die Süßkartoffeln.

Auch unsere Scheune entwickelte sich im Laufe der Monate zu einem funktionierenden Verteilungsort, an dem das Gemüse gezählt und auf die verschiedenen Stadtteilgruppen aufgeteilt wird. Für das Lagergemüse wie Rüben, Kartoffeln und Kohl wurde im Herbst eine Miete in der Scheune gebaut, die Schutz vor Frost und Mäusen bietet.

Der Verein musste viele bürokratische Hürden auf sich nehmen und brauchte bis in den Herbst um seine Arbeit voll aufzunehmen. Wir freuen uns, dass wir mittlerweile als gemeinnütziger Verein anerkannt sind und ab Ende Oktober auch über ein funktionierendes Konto verfügen.

 

Was erwartet uns im nächsten Jahr?

Wir werden unsere Anbauflächen von momentan einem halben auf einen ganzen Hektar erweitern. Das ermöglicht es uns weiterhin viele Blühstreifen und Klee-Gras-Wege anzulegen und den Boden nicht so intensiv zu bewirtschaften. Zudem werden wir ab nächstem Jahr wahrscheinlich Teil des Projektes „Gemüseackerdemie“ und wollen als Verein nächstes Jahr insgesamt mehr Bildungsarbeit leisten.

Da es bereits jetzt eine Lange Liste an Interessenten für das nächste Gartenjahr gibt, peilen wir einen Zuwachs an Mitgliedern von etwa 50% an. Auch eine neue Stelle zur gärtnerischen Unterstützung soll dadurch finanziert werden. Es finden noch dieses Jahr Informationsveranstaltungen für Interessierte statt und im Februar dann die Bieterrunde für das kommende Gartenjahr.

Es stehen auch weitere größere Investitionen an, über die derzeit in den Arbeitsgruppen diskutiert wird, wie etwa eine Photovoltaik-Anlage, ein Wasserspeicher, ein Wildzaun, einige Geräte…

Wir wollen uns zudem stark machen für ein SoLaWi-Netzwerk in der Region und Neugründungen mit Rat und Tat unterstützen.