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Newsletter Herbst 2019

Langsam neigt sich ein ereignisreiches Jahr für uns dem Ende zu. Aus einer spontanen Idee im Februar diesen Jahres sind ein Acker, zwei bezahlte Stellen, 42 Ernteteiler, ein Verein und ein riesen Haufen Gemüse erwachsen. Alles wuchs und gedieh prächtig. Die Saat ging auf und die Gemeinschaft entwickelte sich, nur der Verein und die Bürokratie forderte mehr Geduld, Zuwendung und Energie als erwartet…

Ein kleiner Rückblick:

Nach vielen Treffen, Informationsveranstaltungen und einem erfolgreichen Netzwerk-Wochenende, hatten wir gerade genug Menschen von der Idee überzeugt um das Projekt in Gang zu bringen und eine zweite Solidarische Landwirtschaft neben der in Tiefbrunn zu gründen. Dem gemeinsamen „Anackern“ im April folgte die Bieterrunde zur Finanzierung und die Vereinsgründung. Mit viel Enthusiasmus, Optimismus und Geduld der Gruppenmitglieder wurden kleine und große Herausforderungen angegangen und gemeistert.

Im Juni konnte dann das erste Mal geerntet werden. Schnell suchten alle nach neuen Rezepten und Ideen für die Salatschwemme. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und schafften es ohne großes Bewässern über die heißen Sommertage. Auch die vielen Rehe und Hasen wurden durch die Schutznetze Größtenteils vom Mitessen abgehalten.

Juli und August brachten dann eine vielfältige und reiche Ernte an Zucchini, Gurken, Tomaten, Karotten, Mais, Zwiebeln, Bohnen und vielem mehr. Auch Physalis und Paprika vom Feld landeten in den Kisten. Es gab einige schöne Gemeinschaftsaktionen wie das Kartoffelkäfer-Sammeln in Tiefbrunn oder das Sommerfest vor den Ferien. Auch das gemeinsame freitägliche Ernten wurde für viele zum wohltuenden Ritual.

Im September wurden dann die Kürbisse für den Wintervorrat geerntet. Ein besonderes Highlight waren die Süßkartoffeln.

Auch unsere Scheune entwickelte sich im Laufe der Monate zu einem funktionierenden Verteilungsort, an dem das Gemüse gezählt und auf die verschiedenen Stadtteilgruppen aufgeteilt wird. Für das Lagergemüse wie Rüben, Kartoffeln und Kohl wurde im Herbst eine Miete in der Scheune gebaut, die Schutz vor Frost und Mäusen bietet.

Der Verein musste viele bürokratische Hürden auf sich nehmen und brauchte bis in den Herbst um seine Arbeit voll aufzunehmen. Wir freuen uns, dass wir mittlerweile als gemeinnütziger Verein anerkannt sind und ab Ende Oktober auch über ein funktionierendes Konto verfügen.

 

Was erwartet uns im nächsten Jahr?

Wir werden unsere Anbauflächen von momentan einem halben auf einen ganzen Hektar erweitern. Das ermöglicht es uns weiterhin viele Blühstreifen und Klee-Gras-Wege anzulegen und den Boden nicht so intensiv zu bewirtschaften. Zudem werden wir ab nächstem Jahr wahrscheinlich Teil des Projektes „Gemüseackerdemie“ und wollen als Verein nächstes Jahr insgesamt mehr Bildungsarbeit leisten.

Da es bereits jetzt eine Lange Liste an Interessenten für das nächste Gartenjahr gibt, peilen wir einen Zuwachs an Mitgliedern von etwa 50% an. Auch eine neue Stelle zur gärtnerischen Unterstützung soll dadurch finanziert werden. Es finden noch dieses Jahr Informationsveranstaltungen für Interessierte statt und im Februar dann die Bieterrunde für das kommende Gartenjahr.

Es stehen auch weitere größere Investitionen an, über die derzeit in den Arbeitsgruppen diskutiert wird, wie etwa eine Photovoltaik-Anlage, ein Wasserspeicher, ein Wildzaun, einige Geräte…

Wir wollen uns zudem stark machen für ein SoLaWi-Netzwerk in der Region und Neugründungen mit Rat und Tat unterstützen.

Nächste Veranstaltungen:

Ausstellung: „Glänzende Aussichten“ des Klimabeirates Lappersdorf

à 19. – 26.10.2019, im Aurelium in Lappersdorf, wir sind mit einem Infostand vertreten (Genaue Öffnungszeiten und Programm siehe: https://www.lappersdorf.de/leben-in-lappersdorf/klimaschutz/aktuelles-termine-und-veranstaltungen/ausstellung-glaenzende-aussichten/)

Handmade-Messe im W1:

à20.10.2019, 14-18h, in der Weingasse 1 Regensburg, Programm siehe: https://www.regensburg.de/w1/kalender/266820/394320/handmademesse-handmade-in-regensburg-2019.html

àVortrag „Selbstversorgung – Vom Konsumenten zum Prosumenten“ von Lena Schwaiger und Sebastian Felkner um 16h

Acker- und Wildkräuterführung:

à26.10.2019, 10-11:30h auf dem SoLaWiR Acker in Kareth (Anmeldung erforderlich unter info@solawir.de)

Informationsveranstaltung für Interessierte:

à21.11.2019 ab 19h im Jugendtreff in der Pielmühlerstr. 19, 93138 Lappersdorf

à Wer sicher weiß, dass er 2020 dabei sein möchte, kann sich bei info@solawir.de melden und auf die Warteliste setzten lassen, um einen Platz zu reservieren. Die verbindliche Anmeldung zur Bieterrunde wird ab November möglich sein.

Netzwerktreffen für alle Interessierten an Gründungen neuer SoLaWis und regionalem Vernetzen:

àAnfang Januar 2020 wollen wir in Kooperation mit der Ökomodell Region ein Netzwerktreffen veranstalten um neue SoLaWis in der Region ins Laufen zu bringen und sich gegenseitig auszutauschen und zu vernetzen.

àDer genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Wer bereits über eine SoLaWi-Gründung nachdenkt, kann sich gerne schon jetzt über info@solawir.de mit uns in Verbindung setzen…

 

Mehr…

…zur Idee der solidarischen Landwirtschaft und deutschlandweitem Netzwerk findet ihr hier: www.solidarische-landwirtschaft.org

…über unser Konzept, den Verein und Bilder findet ihr hier: www.solawir.de

…Fragen oder Interesse? Schreibt an: info@solawir.de

…Infos zur anderen SoLaWi in Regensburger Umgebung (Tiefbrunn/ Mintraching): https://www.tiefbrunner-hofladen.de/solawi-biokiste/